Schokobärchen mit Schokoblumen auf Schokotorte für Schokofan – Kuchenkritik

 

Schon öfters kam ich in den Genuss von Melanie Otts leckeren Kunstwerken. Von Keksen über Muffins zu Kuchen und gar mehrstöckigen Torten. Um weiter in diesen Genuss kommen zu dürfen, möchte ich nun, wenn ich einen Kuchen bekomme, ihm eine gebührende Kritik geben.

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Also fangen wir an:

 

Aussehen:

Handwerklich eins von vielen Meisterstücken. Ein Konditor könnte es nicht so gut. Das liebevoll geformte Bärchen mit den kleinen Details einer Naht über dem Kopf, den dunkleren Fußsohlen und Innenohren und der, im wahrsten Sinne des Wortes, zuckersüßen Nase lassen keinen Zweifel an der Fingerfertigkeit von Melanie. Getoppt wird dies fast nur noch von den fisselig kleinen Blumenapplikationen. Nicht nur, dass die Blumen gekonnt auf dem Kuchen verteilt wurden und bis auf den Tellerrand ihren Weg fanden, auch die drei winzigen Blüten, die dem Teddy als Strauß dienten waren einfach nur zauberhaft.

 

Der Anschnitt:

Eigentlich eine Gräueltat! Zuerst dem Teddy den Piekser aus dem Allerwertesten gezogen und ihn dann vom Kuchen gerettet. Mal davon abgesehen, das Fondantmasse in der Menge viel zu süß zum essen wäre, war der Teddy vom Aussehen her schon zu süß um ihn zu essen! Der Anschnitt an sich gestaltete sich durch die Fondantmasse und den darunter liegenden super frischen Biskuitboden etwas schwierig und es war mehr ein drücken als ein Schneiden. Einen Tag später bei den Resten ging dies schon deutlich leichter.

 

Der Geschmack:

Geschmacksexplosion in 3 Phasen: säuerlich – süß – pappsüß.

Beim ersten bissen kam mir ein säuerlich, undefinierbarer Geschmack entgegen, den ich nicht wirklich zuordnen konnte. Es schmeckte nicht nach purem Zucker, also konnte es nicht der Fondant gewesen sein. Vanille oder Zitrone, was man gewöhnlich bei einem Biskuit erwarten würde, war es auch nicht. Da blieb nicht mehr viel über. Mittlerweile weiß ich, das es eine Frischkäseschokocreme war. Hier muss ich leider dem Gesamtkunstwerk ein paar Punkte abziehen. Das Schoko in der Creme wurde für meinen Geschmack von dem säuerlichen Beigeschmack des Frischkäses völlig überdeckt. In diesem Fall wäre von meiner Seite der Vorschlag entweder doch noch zusätzlich einen Schockbiskuitboden zu mache, oder weniger Frischkäse, eher Richtung Quark und VIEL MEHR Schokolade in die Creme einbringen. Oder beides.

Der Biskuit war fluffig, locker, leicht, wie man ihn sich immer wünscht. Geschmacklich sehr gut, auch wenn ich die Bemühungen eines eigens hergestellten Vanillezuckers nicht herausschmecken konnte. Dennoch bewundere ich solche Bemühungen und das es nicht zu stark nach Vanille geschmeckt hat.

Der Fondant, nun, der war süß wie man das eben von Zuckermasse gewohnt ist. Geschmacklich eigentlich neutral, auch wenn ich mir eingebildet hab einen Hauch von Schokolade zu schmecken. Aber ich glaube da haben mir meine Augen und mein Hirn ein bisschen einen Streich gespielt. Viele lassen den Fondant ja auch liegen, weil er doch recht süß ist. In Komposition mit der säuerlichen Creme fand ich das aber richtig gut und es ergab geschmacklich ein rundes Bild.

 

Fazit:

Es war sicherlich nicht der allerbeste Kuchen, den ich schon bei Melanie gegessen habe, aber wenn die Bäcker hier im Umkreis von 100KM wenigstens diesen Standard erreichen würden, würden sicher wieder mehr Leute ihren Kuchen beim Bäcker holen. Aber für diesen Standard müssen die noch einige Generationen von Konditorenmeistern ausbilden, bis sie solche Kuchen und Torten machen können.

 

Für Aussehen und Verarbeitung*:

 

Für Geschmack und Zusammenstellung*:



Mit Freundlichen Grüßen

 

Larissa Nussberger

 

 

*von maximal 5

31.8.11 18:56

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Melly / Website (11.12.11 17:23)
Du bist sooooooo süß!

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